Der Prozess

Produktion 2013


Kritik:
Volksblatt

Kulturbericht:
Christian Hanna

Der Prozess

Eine szenische Annäherung an das Romanfragment von Franz Kafka

Nach der erfolgreichen, szenischen Komposition der Erzählung: „Die Verwandlung“ 2010, wird sich das theater tabor, gemeinsam mit dem Theater Maestro, nun mit einem weiteren Werk F. Kafkas auseinandersetzen: Der Prozess.

Josef K, Prokurist einer Bank und Hauptfigur des posthum erschienenen Romans, wird am Morgen seines 30.Geburtstages plötzlich und völlig unerwartet verhaftet. Dabei dringen zwei Männer in sein Zimmer ein, von denen er vergeblich versucht herauszufinden, weshalb er angeklagt wurde und wie er sich rechtfertigen könne. Auch der reale Zugang zum Gericht bleibt ihm im Laufe der Handlung verwehrt, zugleich dringt er geistig aber immer mehr in die Welt des Gerichts ein. Er beschäftigt sich fieberhaft mit „seinem Prozess“, und stolpert dabei in ein albtraumhaftes Labyrinth einer ungreifbaren Bürokratie.

In der Inszenierung von Anatoli Gluchov und Iassen Stoyanov steht der Verlust der Freiheit im Vordergrund, wie ein Mensch in krankhafte Abhängikeit gerät zu einem unfassbaren „System“ und sich mehr und mehr darin verstrickt. Musik,Tanzeinlagen und Pantomime bilden neben sparsamer Dialoge ein wichtiges szenisches Element.

Regie: Anatoli Gluchov
Choreografie: Iassen Stoyanov
Pantomime: Jurij Diez

Mit: Joschi Auer, Didi Bommer, Sabine Cap,Paul Hofmann, Julia Kastner, Lilia Pecka, Christian Pichler, Katharina Pilar, Beate Schnabel, Ethem Saygieder, Markus Trunez

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